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06.04.2013
- → Feuilleton
Filme lieben und hassen
Der Filmkritiker Roger Ebert, einer der wichtigsten US-Filmjournalisten, ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 70 Jahren in Chicago. »Roger Ebert liebte Filme. Bis auf die, die er haßte«, schrieb die Chicago Sun-Times, für die Ebert 46 Jahre lang gearbeitet hatte. Das Weiße Haus reagierte auf den Tod des Kritiker-Papstes mit der Behauptung: »Ohne Roger werden Filme nicht mehr dasselbe sein«. Ebert schrieb auch Drehbücher, so auch für Russ Meyers Kultfilm »Beyond the Valley of the Dolls« (1970), der von Ebert als »Camp-Sexploitation-Horror-Musical« beziechnet wurde und in Deutschland unter dem schönen Titel »Blumen ohne Duft« lief.
1975 gewann Ebert als erster Filmkritiker überhaupt den Pulitzer-Preis. Auch war er der erste Kritiker, der einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame bekam. Ebert formulierte gerne grundsätzlich, beispielsweise über »Seven Pounds« (Sieben Leben) von Gabriele Muccino: »Manche werden den Film bemängeln, weil er emotional manipuliert. Andere wollen emotional manipuliert werden. Dazu gehöre ich – zumindest, wenn der Film gut gemacht ist.« (dpa/jW)
1975 gewann Ebert als erster Filmkritiker überhaupt den Pulitzer-Preis. Auch war er der erste Kritiker, der einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame bekam. Ebert formulierte gerne grundsätzlich, beispielsweise über »Seven Pounds« (Sieben Leben) von Gabriele Muccino: »Manche werden den Film bemängeln, weil er emotional manipuliert. Andere wollen emotional manipuliert werden. Dazu gehöre ich – zumindest, wenn der Film gut gemacht ist.« (dpa/jW)
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