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27.03.2013
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Chronik
Aufstand unter Tage
12. Januar 2012: Nachdem Impala Platinum, zweitgrößter Förderer des Edelmetalls weltweit, eigenmächtig Lohnerhöhungen nur für Teile seiner Belegschaft einführen will, gehen alle 17200 Kumpel der Platinmine bei Rustenburg, 120 Kilometer nordwestlich von Johannesburg, in den Streik. Ihr Kampf richtet sich auch gegen ihre eigene Gewerkschaft, die National Union of Mineworkers (NUM). Der Vorwurf: Die NUM steckt mit den Bossen unter einer Decke. Drei Menschen sterben, nach sechs Wochen geben die Kumpel – bedroht von Massenentlassungen – den Streik auf.
11. August: An der Marikana-Mine des drittgrößten Platinproduzenten Lonmin demonstrieren Arbeiter vor dem Büro der NUM. Sie wollen höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Sicherheitsleute eröffnen das Feuer, zwei Kumpel, von ihren Kollegen anfangs für tot gehalten, werden schwer verletzt. In den Folgetagen sterben zehn Menschen.
16. August: Aus halbautomatischen Gewehren eröffnet die südafrikanische Polizei das Feuer gegen die auf einem Hügel versammelten, streikenden Bergarbeiter, 34 sterben. In den Augen der Bergarbeiter steckt Staatspräsident Jacob Zuma hinter dem Massaker, der an den Minen zur Haßfigur wird. Vor der eingeleiteten Untersuchungskommission kommt Monate später heraus, daß Cyril Ramaphosa, einstiges Gründungsgeneralsekretär der NUM, ANC-Größe und zu der Zeit Aufsichtsratsmitglied und Investor bei Lonmin, einen Tag vor dem Massaker in E-Mails und Telefonaten ein »entschiedenes Durchgreifen« gefordert hatte.
August bis November: Der Streik greift auf nahezu alle bedeutenden Minen des Landes über.
18. Dezember: Auf seinem alle fünf Jahre stattfindenden Wahlparteitag bestätigt der regierende ANC Jacob Zuma an der Parteispitze. Cyril Ramaphosa wird neuer Vizepräsident der ehemaligen Befreiungsbewegung, Forderungen nach Verstaatlichungen im Bergbau erteilen die Delegierten eine klare Absage.
15. Januar 2013: Anglo American Platinum erklärt, vier Schächte schließen und 14000 Arbeiter entlassen zu wollen. Der ANC reagiert überrascht, Regierungsvertreter drohen mit einem Entzug der Bergbaukonzession. Eine endgültige Entscheidung steht beiderseits noch aus.
(cs)
11. August: An der Marikana-Mine des drittgrößten Platinproduzenten Lonmin demonstrieren Arbeiter vor dem Büro der NUM. Sie wollen höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Sicherheitsleute eröffnen das Feuer, zwei Kumpel, von ihren Kollegen anfangs für tot gehalten, werden schwer verletzt. In den Folgetagen sterben zehn Menschen.
16. August: Aus halbautomatischen Gewehren eröffnet die südafrikanische Polizei das Feuer gegen die auf einem Hügel versammelten, streikenden Bergarbeiter, 34 sterben. In den Augen der Bergarbeiter steckt Staatspräsident Jacob Zuma hinter dem Massaker, der an den Minen zur Haßfigur wird. Vor der eingeleiteten Untersuchungskommission kommt Monate später heraus, daß Cyril Ramaphosa, einstiges Gründungsgeneralsekretär der NUM, ANC-Größe und zu der Zeit Aufsichtsratsmitglied und Investor bei Lonmin, einen Tag vor dem Massaker in E-Mails und Telefonaten ein »entschiedenes Durchgreifen« gefordert hatte.
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August bis November: Der Streik greift auf nahezu alle bedeutenden Minen des Landes über.
18. Dezember: Auf seinem alle fünf Jahre stattfindenden Wahlparteitag bestätigt der regierende ANC Jacob Zuma an der Parteispitze. Cyril Ramaphosa wird neuer Vizepräsident der ehemaligen Befreiungsbewegung, Forderungen nach Verstaatlichungen im Bergbau erteilen die Delegierten eine klare Absage.
15. Januar 2013: Anglo American Platinum erklärt, vier Schächte schließen und 14000 Arbeiter entlassen zu wollen. Der ANC reagiert überrascht, Regierungsvertreter drohen mit einem Entzug der Bergbaukonzession. Eine endgültige Entscheidung steht beiderseits noch aus.
(cs)
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