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US-Diplomaten ausgewiesen

Gegen Einmischung

Nur wenige Stunden, bevor er den Tod von Hugo Chávez bekanntgeben mußte, kündigte Vizepräsident Nicolás Maduro am Dienstag die Ausweisung von zwei US-amerikanischen Diplomaten an. Der Luftfahrtattaché der US-Botschaft in Caracas, David del Monaco, und sein Assistent Deblin Costal müßten innerhalb von 24 Stunden das Land verlassen. Beiden hätten versucht, Kontakt zu venezolanischen Militärs aufzubauen, um mit ihnen die Armee und das Land zu destabilisieren. Außenminister Elías Jaua erinnerte an die wiederholten Versuche Venezuelas, in Gesprächen mit US-Präsident Barack Obama und weiteren Politikern Washingtons wieder respektvolle Beziehungen zwischen den beiden Regierungen aufzubauen. »Wir werden keine äußere Einmischung in unserem Land zulassen«, betonte er. Mit Blick auf die rechte Opposition erklärte Vizepräsident Maduro, diese versuche die Bedingungen für eine ausländische Militärintervention in Venezuela zu schaffen, »damit die für sie erledigen, was sie selbst niemals geschafft haben, nämlich die Bolivarische Revolution zu besiegen, weder auf dem Weg des Staatstreichs, noch auf politischem oder konstitutionellem Weg«. Er prangerte die Finanzierung von kleinen ultrarechten Gruppierungen, die in Caracas und anderen Städten Unruhen provozieren, durch führende US-Funktionäre wie Roger Noriega und Otto Reich an.

Nicolás Maduro äußerte zudem die Vermutung, daß Chávez dessen Erkrankung »von außen« zugefügt worden sein könnte. Dafür gebe es in der Vergangenheit zahlreiche Beispiele, sagte er und erinnerte an die mutmaßliche Ermordung des palästinensischen Präsidenten Yassir Arafat: »Es wird der Augenblick kommen, an dem eine wissenschaftliche Untersuchung der Krankheit von Präsident Chávez eingeleitet werden wird«.
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Den Bestrebungen der Opposition setzte er das politische und demokratische Bewußtsein der venezolanischen Bevölkerung entgegen. Dabei hob er in seiner Rede hervor: »Unsere Jugend hat vor langem die Ketten der imperialistischen und kapitalistischen Herrschaft zerbrochen, unsere Jugend geht ihren Weg frei von Lügen und Bosheit.«Lena Kreymann
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2013, Seite 3, Schwerpunkt

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