Zum Inhalt der Seite

24 Jahre Haft für ­Expräsident

Bischkek. In einem Prozeß um die Ermordung eines ranghohen Regierungsvertreters ist der frühere Präsident Kirgistans, Kurmanbek Bakijew, zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sein Bruder Janisch wurde von dem Militärgericht in der Hauptstadt Bischkek am Dienstag zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Urteile wurden in Abwesenheit der Angeklagten verkündet, die nach dem Putsch gegen Bakijew im Jahr 2010 nach Belarus geflohen waren. In dem Verfahren ging es um die Ermordung des früheren Chefs des Präsidialamtes, Medet Sadirkulow, im März 2009. Der Tod des einflußreichen Politikers wurde von der damaligen Regierung als Autounfall dargestellt, die Opposition ging jedoch von einem Mordkomplott von präsidententreuen Kräften aus. Den Ermittlungen zufolge wurde Sadirkulow von Janisch Bakijew gefoltert, der während der Präsidentschaft seines Bruders Chef des staatlichen Personenschutzes war.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.02.2013, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!