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Richtige Leute verlangt

Der Minderheitsgesellschafter des Suhrkamp Verlages, Hans Barlach, hat in den gerichtlichen Auseinandersetzungen um das Unternehmen in der FAZ (Donnerstagausgabe) Gesprächsbereitschaft angedeutet. Wenn die Familienstiftung als Mehrheitsgesellschafter, vertreten durch Ulla Unseld-Berkéwicz, die Ausschlußklage gegen ihn zurückziehe, wäre dies ein erster Schritt, sagte Barlach, der mit seiner Medienholding Winterthur 39 Prozent des Verlages hält. »Ich kann mir vorstellen, daß sich die Situation auf diese Weise entschärfen ließe.« Um aber »Frieden« zu schließen, müsse Unseld-Berkéwicz jedoch weitgehend auf ihre jetzigen Funktionen verzichten, und »dann würde man die entsprechenden Beiräte und Gremien mit den richtigen Leuten besetzen, also mit Autoren und Beratern, die unabhängig agieren könnten und mit einem Vetorecht ausgestattet würden – ganz so, wie es Siegfried Unseld einmal geplant hatte«, sagte Barlach.

Der Enkel des Bildhauers Ernst Barlach führt mehrere Prozesse gegen den Mehrheitsgesellschafter, die durch Ulla Unseld-Berkéwicz vertretene Familienstiftung. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.12.2012, Seite 13, Feuilleton

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