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Pussy Riot auch

Wie die FAZ am Montag berichtete, hat die Band Pussy Riot mal wieder Ärger mit Anwälten. Diesmal geht es um ein Buch, das der russische Verlag Algoritm unter dem Namen des derzeit inhaftierten Bandmitglieds Nadeschda Tolokonnikowa veröffentlicht hat, ohne die Rechte mit der Autorin abzuklären. Zustande kam der Buchdeal mit den inzwischen Exanwälten der drei Kernmitglieder. Die Anwälte Fejgin, Polosow und Wolkowa haben sich »tausendmal mehr« für die Hysterie um die Band als um ihren Freispruch gekümmert, so der Vorwurf der freigesprochenen Jekaterina Samuzewitsch. Das Buch »Pussy Riot – was war das?« hat allerdings nichts mit dem Buch zu tun, das heute in der Edition Nautilus erscheint, erklärte Verleger Lutz Schulenburg auf Nachfrage der jungen Welt. Das heißt schließlich auch »Pussy Riot. Ein Punkgebet für die Freiheit«, die Rechte stammen von der Feminist Press aus New York und seien hoffentlich mit den Musikerinnen abgeklärt, so der Hamburger Verleger. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.11.2012, Seite 12, Feuilleton

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