-
03.11.2012
- → Feuilleton
Brauns Aufstand
In Berlin-Oberschöneweide gibt es keine Großindustrie mehr, aber eine Fachhochschule, eine Fußgängerbrücke nach Niederschöneweide, etliche Ateliers nebst Galerien, ein paar neue Cafés und ein Industriemuseum. In diesem gibt es einen »Salon« und darin findet am Sonntag ab 11 Uhr eine Matinee statt: Der Dichter Volker Braun liest dort aus seinem neuen Roman »Die hellen Haufen« über den erbitterten Kampf der ostdeutschen Industriebeschäftigten um den Erhalt ihrer Großbetriebe. Gleich der erste Satz lautet, daß dieser »Aufstand nicht stattgefunden hat«. Volker Braun fragt sich deshalb: Was wäre gewesen, wenn? (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton