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Kapitän nach Kritik entlassen

Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat scharf gegen die Entlassung des Kapitäns der »MS Deutschland«, Andreas Jungblut, protestiert und ihm juristischen Beistand zugesichert. Die Reederei Deilmann hatte Jungblut am Montag fristlos gekündigt. Das Unternehmen warf dem Kapitän Illoyalität vor. Jungblut hatte sich im Juli gemeinsam mit der Besatzung und Unterstützung der Gewerkschaft erfolgreich dagegen gewehrt, das Schiff auszuflaggen. Die Reederei hatte zuvor angekündigt, das Schiff aus Kostengründen in Malta registrieren zu wollen. Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle wies die Anschuldigungen gegen Jungblut am Dienstag zurück. Die Gewerkschaft werde im Interesse der Besatzung »alles unternehmen, die rechtlichen Ansprüche – vom Decksmann bis zum Kapitän – zu gewährleisten und juristisch zu sichern«.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.11.2012, Seite 5, Inland

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