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30.10.2012
- → Inland
Großstädten droht Betreuungslücke
Berlin. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, bezweifelt, daß alle Kommunen den ab 1. August 2013 geltenden Rechtsanspruch auf Krippenbetreuung für Kinder unter drei Jahren erfüllen können. Seit Monaten verdeutliche der Städtetag, daß der Rechtsanspruch »noch lange nicht flächendeckend gesichert ist«, so Articus am Montag in Berlin. Der Bedarf an Kita-Plätzen liege vor allem in großen Städten deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 39 Prozent. Zur Zeit gibt es laut Bundesfamilienministerium 620000 Betreuungsplätze. Bis August 2013 werden 780000 gebraucht. Der Städtetag will entsprechende Maßnahmen vorschlagen. Die Überlegung, Kita-Gruppen zu vergrößern, kritisierte am Montag ein Sprecher des Bundeserzieherverbandes. Natürlich könne man »mehr Kinder in die Kita-Räume pferchen«, von Kindeswohl und pädagogischer Qualität könne dann aber keine Rede sein.
(dapd/jW)
(dapd/jW)
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