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Unter Brandenburgern

Während der Sommerfrische hatte ich das Rasieren unterbrochen, und schnuppdiwupp war mir im Frühherbst ein ansehnlicher Bart gewachsen. Bei einem Besuch im Land Brandenburg traf ich einige dort ansässige Bekannte. Einer von ihnen, ein gestandener Mann von gut 50 Jahren und überzeugter Schnäuzerträger, musterte kurz meinen schwarzen Borsalino und meinen Bart und begrüßte mich mit den Worten: »Watt issen mit dir los? Biste unter die Juden jejangen oder watt?«

Ich lachte hell auf, gab ihm die Hand, aber keine Antwort; er erwartete auch keine, denn er hatte mir ja keine Frage gestellt.
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.10.2012, Seite 13, Feuilleton

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