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Kapitalmarktsteuer: Quorum erreicht

Berlin. Freunde einer Transaktionssteuer können sich etwas Hoffnung machen. Die Mindestzahl von neun Ländern, die nach EU-Recht nötig ist, um eine Finanztransaktionssteuer innerhalb der Union auf den Weg zu bringen, ist übertroffen. Dies teilte EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta (Foto) am Dienstag auf einem Treffen der Finanzminister mit. Zuletzt hätten Estland, Spanien, Italien und die Slowakei mündlich zugesagt, die Abgabe einführen zu wollen, so daß die Gruppe nun elf Länder groß sei. Mit der Steuer sollen der Anreiz für Spekulationen gesenkt und Geld aus der Branche eingesammelt werden.

Ob es allerdings zu einer wirklichen Einführung kommen wird, ist mehr als ungewiß, da sich an der Front der Gegner wenig getan hat. Besonders in der Londoner City ist man wenig geneigt, sich die Spekulationsgewinne besteuern zu lassen. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.10.2012, Seite 1, Kapital & Arbeit

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