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Offiziere gegen ­Bundeswehrreform

Berlin. Die Reform der Bundeswehr stößt innerhalb der Truppe auf breite Ablehnung. Das zeigt eine Erhebung unter Führungskräften, die der Bundeswehrverband am Freitag in Berlin vorstellte. Demnach sehen 88 Prozent der Befragten dringenden Korrekturbedarf. »Wenn nicht ganz schnell etwas passiert, wird die Reform kippen«, sagte Verbandschef Ulrich Kirsch. Sie führe zu einer zunehmenden Arbeitsbelastung der Soldaten und erschwere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Fast zwei Drittel der Soldaten gaben demnach an, ihren Kindern oder Freunden von einem Job bei der Bundeswehr abzuraten. Etwa 60 Prozent der befragten Führungskräfte hätten darüber nachgedacht, vorzeitig auszuscheiden.Die 2010 eingeleitete Bundeswehrreform beinhaltet neben der Aussetzung der Wehrpflicht einen Personalabbau von 250000 auf rund 175000 Soldaten, mehrere Standortschließungen und Veränderungen in der Organisation.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.09.2012, Seite 5, Inland

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