Zum Inhalt der Seite

Mursi will Syrien-Quartett

Kairo/Ankara/Beirut. Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hat am Mittwoch die Bildung eines Quartetts aus Saudi-Arabien, der Türkei, Ägypten und Iran angekündigt, das über die Krise in Syrien beraten solle. In seiner ersten Ansprache vor der Arabischen Liga als Präsident rief Mursi die Länder der Region auf, sich für ein Ende des Blutvergießens in Syrien einzusetzen. Die Zeit für Reform­ankündigungen sei vorbei. »Jetzt muß ein Wandel erfolgen«, betonte Mursi und mahnte die Regierung in Damaskus, Lehren aus dem arabischen Frühling zu ziehen. Wie und wo das Quartett zusammenkommen soll, blieb zunächst offen. Ob sich die Gruppe auf eine einheitliche Haltung verständigen kann, gilt als ungewiß: Im Gegensatz zu den unterstützenden Tönen für Syrien aus Teheran verurteilte die Türkei ihr Nachbarland als »Terroristenstaat«. (Reuters/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2012, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!