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Eisler-Tage in Berlin

Um elf Uhr treffen sich heute Freunde, Kollegen und Schüler am Grabe Hanns Eislers auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof. Sieben Stunden später beginnt im Konzerthaus Berlin das Symposion »Hanns Eisler und die Nachwelt«. Nach dem Festvortrag von Hartmut Krone (Universität für Musik Wien) singt Dagmar Manzel unter dem Titel »Ach, man sagt, des roten Mondes Anblick...« Chansons. Am Freitag und Samstag werden in der Akademie der Künste am Hanseatenweg 21 Wissenschaftler neue Forschungsergebnisse referieren. Der Präsident der Eisler-Gesellschaft, die als Mitveranstalter fungiert, Klaus Völker, hat die Auseinandersetzung mit dem Problem der Dummheit vorab zur zentralen Beschäftigung erklärt. Neues wird über eine geplante Eisler-Gesamtausgabe zu erfahren sein. In der Nacht zum Sonntag werden am Hanseatenweg die Wände wackeln in der »Langen Hanns-Eisler-Nacht« mit dem Bremer Eisler-Ensemble, dem Eisler-Chor, Winnie Böwe, Sonja Kehler, Hans-Eckardt Wenzel, den Eisler-Ladies und der Bolschewistischen Kurkapelle Schwarz-Rot. Stargast: Gisela May. Am Dienstag, 20 Uhr, folgt im Konzerthaus der musikalische Höhepunkt der Eisler-Tage: Berliner Singakademie und Konzerthausorchester führen unter Leitung von Achim Zimmermann die »Deutsche Symphonie« von Eisler auf (entstanden 1936–1939, uraufgeführt 1959). Sie wird kombiniert mit dem 42. Psalm »Wie der Hirsch schreit« von Felix Mendelssohn-Bartholdy. (ssch)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2012, Seite 12, Feuilleton

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