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Aus dem Leben eines Automaten

Der sogenannte Sexsteuerautomat für Prostituierte auf dem Bonner Straßenstrich hat der Stadt im ersten Jahr rund 35200 Euro in die Kasse gespült. Das sagte eine Stadtsprecherin der Nachrichtenagentur dapd. Seit August 2011 müssen die Bonner Straßenhuren in Bonn für sechs Euro pro Nacht an einem umgerüsteten Parkscheinautomaten ein Ticket ziehen. In den ersten zwölf Monaten druckte das Gerät rund 5870 Steuerbons. Für das Sexualgeschäft fahren die Huren mit ihren Freiern auf ein anliegendes »Verrichtungsgelände« – »das Angebot Verrichtungsboxen wird angenommen, aus den umliegenden Wohngebieten kommen keine Beschwerden mehr«, sagte die Sprecherin. Das Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (Bufas) lehnt den umgemodelten Ticketautomaten ab: »Es ist ein Vergnügen für Kunden. Warum werfen die kein Geld ein?« sagte Bufas-Vorstand Mechthild Eickel.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.08.2012, Seite 12, Feuilleton

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