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16.07.2012
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Kritik an EU-Berater Guttenberg
Hamburg. EU-Politiker und Netzaktivisten kritisieren die Arbeitshaltung von EU-Internetberater Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Der FDP-Politiker Alexander Alvaro, Vizepräsident des EU-Parlaments, sagte dem Spiegel, bei den wichtigen Internettagungen der vergangenen Monate sei er Guttenberg nie begegnet. »Ich hatte seine Beratertätigkeit schon völlig verdrängt.« Der CDU-Europaabgeordnete Werner Langen nennt die Personalie »merkwürdig und willkürlich«. Piratenpolitiker Stephan Urbach wird mit den Worten zitiert: »Ich hatte mir von ihm nichts erwartet, deshalb bin ich auch nicht enttäuscht.« EU-Kommissarin Neelie Kroes nimmt den Exverteidigungsminister in Schutz: »Viele seiner Erkenntnisse stammen aus privaten Gesprächen mit Regierungen und der Wirtschaft und müssen vertraulich bleiben. Aber genau für diese hochwertigen Zugänge brauchte ich jemanden von seiner Statur.« (dapd/jW)
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