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Ermittlungen gegen Kaufland

Mainz. Bei ihren Ermittlungen wegen mutmaßlich illegaler Scheinwerkverträge bei dem Lebensmittelkonzern Kaufland überprüft die Staatsanwaltschaft Stuttgart das von osteuro­päischen Werkvertragsfirmen praktizierte Sozialversicherungsmodell. Das berichtete das ARD-Politikmagazin »Report Mainz« am Dienstag laut Vorabmeldung. Hintergrund ist, daß die Firmen für große Teile der Löhne keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Diese werden beispielsweise als Spesen deklariert und fallen in Ländern wie Polen oder Ungarn nicht unter die Sozialversicherungspflicht. Dadurch können osteuropäische Firmen im Rahmen von Werkverträgen Dienstleistungen billiger anbieten als deutsche Firmen. Nach Recherchen von »Report Mainz« haben mindestens fünf osteuropäische Dienstleister, die mit »Kaufland« im Geschäft sind oder waren, dieses Modell angewendet.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

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