Zum Inhalt der Seite

Verkäuferinnen müssen aufstocken

Berlin. Wer arbeitet und dennoch auf Hartz IV angewiesen ist, hat meist einen Job im Dienstleistungsgewerbe – als Reinigungskraft etwa, Verkäuferin, Koch oder Erzieherin. In dieser Branche sind die zehn Berufsgruppen mit den meisten Aufstockern zu finden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Deren arbeitsmarktpolitische Sprecherin, Sabine Zimmermann, forderte am Mittwoch als Konsequenz erneut einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn. Die Niedriglohnschwelle liegt in Deutschland bei 1802 Euro im Monat brutto.

Laut Bundesregierung gab es im Juni 2011 rund 914000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die zusätzlich das Arbeitslosengeld II bakamen.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.05.2012, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!