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Grips-Defizit

Das Grips-Theater steht laut einer eigenen Pressemitteilung vom Donnerstag vor der Insolvenz. In diesem Jahr drohe ein Defizit von bis zu 200000 Euro. Der Berliner Kulturverwaltung sei das seit Oktober bekannt. Obwohl den Mitarbeitern – im Gegensatz zu den anderen subventionierten Ensemble- und Repertoiretheatern der Haupstadt – keine Tariferhöhung zugebilligt werde, braucht das Haus nach eigenen Angaben zum Überleben einen einmaligen Defizitausgleich von 65000 Euro und eine dauerhafte Etaterhöhung um 185000 Euro. Gründer Volker Ludwig wird in der Mitteilung so zitiert: »Es macht unendlich müde, 43 Jahre lang klinkenputzend um die nackte Existenz eines weltberühmten Theaters kämpfen zu müssen.« (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.04.2012, Seite 12, Feuilleton

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