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Halbautonome ­Region in Libyen

Bengasi. Stammesführer und Milizenkommandeure haben im ölreichen Osten von Libyen eine halbautonome Republik ausgerufen. Tausende Stammesmitglieder, Milizionäre und Politiker nahmen am Dienstag an der Zeremonie in der Stadt Bengasi teil. Sie ernannten einen Rat, der die Angelegenheiten der neuen Region regeln soll, die sich von der Küstenstadt Sirte bis zur ägyptischen Grenze erstreckt. Zum Vorsitzenden des Rates wurde Ahmed Al-Zubair Al-Senussi, ein Großneffe des einstigen Königs Idris I., ernannt. Unter dem gestürzten Staatschef Muammar Al-Ghaddafi saß er wegen eines von ihm geplanten Staatsstreichs in Haft. Al-Zubair Al-Senussi ist auch Mitglied des Nationalen Übergangsrats, der Zentralregierung des Landes. Er kündigte an, die Rechte der Region zu schützen. Gleichzeitig versicherte er, sein Rat erkenne an, daß der Übergangsrat die internationalen Angelegenheiten des Landes regele. Der Nationale Übergangsrat hat sich wiederholt gegen die Ausrufung der halbautonomen Region ausgesprochen und vor einem Auseinanderbrechen des Landes gewarnt.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2012, Seite 6, Ausland

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