-
18.01.2012
- → Inland
Niebel streicht Hilfen für Nicaragua
Berlin. Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) will die Hilfen für Nicaragua kürzen. Dies kündigte er am Dienstag in Berlin als Reaktion auf die Wiederwahl von Präsident Daniel Ortega an. »Das nicaraguanische Regime muß nun die Konsequenzen seiner zunehmend autokratischen Regierungsweise tragen«, sagte Niebel. Die Kürzungen würden jedoch »mit Augenmaß« vorgenommen.
Wahlbeobachter der EU und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatten bei der Präsidentschaftswahl im November Unregelmäßigkeiten festgestellt, das Ergebnis jedoch nicht in Frage gestellt.
Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe kritisierte, Niebel messe »mit zweierlei Maß«. So habe er die aktuelle Regierung in Honduras rasch anerkannt, die »unter sehr zweifelhaften Umständen in einer von Putschisten beeinflußten Wahl an die Macht gekommen« sei. In diesem Fall sei die Entwicklungshilfe sogar ausgeweitet worden. (dapd/AFP/jW)
Wahlbeobachter der EU und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatten bei der Präsidentschaftswahl im November Unregelmäßigkeiten festgestellt, das Ergebnis jedoch nicht in Frage gestellt.
Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe kritisierte, Niebel messe »mit zweierlei Maß«. So habe er die aktuelle Regierung in Honduras rasch anerkannt, die »unter sehr zweifelhaften Umständen in einer von Putschisten beeinflußten Wahl an die Macht gekommen« sei. In diesem Fall sei die Entwicklungshilfe sogar ausgeweitet worden. (dapd/AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland