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Millionenklage nach ­Gurkenwarnung

Hamburg. Nach der verfrühten Warnung vor spanischen Gurken während der EHEC-Epidemie geht der Rechtsstreit zwischen der Hamburger Gesundheitsbehörde und dem spanischen Gemüsehändler Frunet in die nächste Runde. Frunet reichte vor dem Landgericht eine Millionenklage gegen die Stadt ein. Frunet fordert knapp 2,3 Millionen Euro Schadenersatz, weil Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) im Frühjahr aus Sicht der Firma voreilig vor dem Verzehr spanischer Gurken im Zusammenhang mit dem Darmkeim gewarnt hatte. Die Behörde bestätigte den Eingang der Klage am Donnerstag. Nach dem Fund von EHEC-Erregern an vier Salatgurken hatte Prüfer-Storcks am 26. Mai Frunet-Gurken als eine erste Infektionsquelle bezeichnet. Kurz darauf mußte sie einräumen, daß ein anderer EHEC-Stamm zur Epidemie geführt hatte.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.12.2011, Seite 2, Inland

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