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Genug geredet

Auf Grund seiner in welchem Zustand auch immer getätigten Sympathiebekundungen für Adolf Hitler ist der Filmemacher Lars von Trier von der dänischen Polizei befragt worden, wie er selbst berichtete. Dabei sei es um eine mögliche Anklage der französischen Staatsanwaltschaft wegen Kriegsverherrlichung gegangen, erklärte der Filmemacher bereits am Mittwoch. Bei der Vermarktung seines neuen Films »Melancholia«, im Rahmen der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes, hatte von Trier sich selbst als Nazi bezeichnet. Zukünftig möchte von Trier nun lieber keine Pressekonferenzen mehr geben. »Ich bin einfach nicht gut darin, mit so vielen Menschen über ein Mikrofon zu kommunizieren«, sagte der 55jährige, der im Vorfeld des deutschen Kinostarts von »Melancholia« rauf und runter interviewt wurde, der Frankfurter Rundschau. (AFP/dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.10.2011, Seite 12, Feuilleton

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