-
22.09.2011
- → Inland
Anzeigenboykott gegen die jW ist vom Tisch
Berlin. Der von Linke-Fraktionschef Gregor Gysi angekündigte Anzeigenboykott der jungen Welt ist vom Tisch. Wie Frakionsvize Ulrich Maurer der jW mitteilte, hat sich eine Beratungsrunde von Gegnern und Befürwortern der Inseratensperre am Mittwoch auf einen von Gysi vorgelegten Kompromiß geeinigt. Demnach wird die Fraktion keine Anzeigenserien mehr in Auftrag geben, sondern – wie beim Neuen Deutschland – von Fall zu Fall Werbung für Veranstaltungen und Publikationen schalten.
Gysi hatte auf Drängen seiner Fraktionskollegin Petra Pau einen Boykott angekündigt, nachdem die Titelseite der jW zum 13. August, dem Jahrestag des Mauerbaus, von Teilen der Partei kritisiert worden war. 30 Bundestagsabgeordnete hatten sich daraufhin in einer gemeinsamen Erklärung gegen die Maßnahme ausgesprochen. (jW)
Gysi hatte auf Drängen seiner Fraktionskollegin Petra Pau einen Boykott angekündigt, nachdem die Titelseite der jW zum 13. August, dem Jahrestag des Mauerbaus, von Teilen der Partei kritisiert worden war. 30 Bundestagsabgeordnete hatten sich daraufhin in einer gemeinsamen Erklärung gegen die Maßnahme ausgesprochen. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 3,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
