Th-17-Zellen
Eine bestimmte Art von Immunzellen, die im Darm eine neue Funktion
annehmen kann, ist ein effektiver Helfer im Kampf gegen
Autoimmunkrankheiten. Diese Entdeckung präsentieren
Wissenschaftler des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin
(DRF) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature. Am DRF,
einem Institut der Leibniz-Gemeinschaft, des Exzellenzclusters
NeuroCure und der Yale University School of Medicine, wurden
Th-17-Zellen genauer untersucht, »weil wir zwar viel
über die Entwicklung dieser Zellen, nichts aber über die
Mechanismen wußten und diese nicht nutzen konnten, um
Autoimmunkrankheiten zu kontrollieren«, so Studienleiter
Enric Esplugues. Gezeigt werden konnte die wesentliche Rolle des
Dünndarms bei der Kontrolle der Zellen. Einige werden dort
abgebaut, andere zu Helferzellen »umprogrammiert«, die
ungewollte Immunreaktionen stoppen. Die Forscher hoffen auf neue
Therapien für Erkrankungen wie rheumatoide Artritis und
Multiple Sklerose. (ots/jW)
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