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Ökologie

Regenwald potentiell erholungsfähig

Darmstadt. Rund 60 Prozent der existierenden Regenwälder, denen in punkto CO2-Speicherung und Artenvielfalt eine eminente Bedeutung zukommt, sind bisher durch Abholzung verlorengegangen oder stark beschädigt. Dass der Regenwald durchaus regenerationsfähig ist, zeigt nun eine in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie eines von Timo Metz von der TU Darmstadt geleiteten internationalen Forscherteams. Untersucht wurden vormals abgeholzte und später vieh- und landwirtschaftlich genutzte Flächen in der Region Chocó im Nordwesten Ecuadors, die mittlerweile Teil eines Naturschutzgebietes sind. Die Forscher, die den Zustand der Regeneration an 62 verschiedenen Orten in den Blick genommen haben, kommen zu dem Ergebnis, dass sich der Regenwald in einem Zeitraum von 30 Jahren zu großen Teilen wieder erholt habe. Drei Viertel der Tier- und Pflanzenarten, die für unberührte Regenwälder typisch sind, seien zurückgekehrt, die Artenvielfalt weise einen Vergleichswert von 90 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Niveau auf. Auffällig sei, dass sich vormalige Kakaoplantagen schneller erholten als Weideflächen. Eine Voraussetzung für die Regeneration sei aber, wie die Forscher betonen, dass noch ausreichende Waldbestände in der Umgebung existierten, von denen aus sich Pflanzensamen und Tiere ausbreiten können. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.04.2026, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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