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Pharmazeutika in Pflanzen

Antikörper aus Tabakpflanzen werden in Großbritannien als Pharmazeutika klinisch getestet. »Die Zustimmung durch die zuständige Genehmigungsbehörde MHRA, die UK Medicines and Heathcare products Regulatory Agency, ist ein wichtiger Schritt hin zur Produktion von Pharmazeutika in Pflanzen«, erklärte Rainer Fischer, Leiter des Aachener Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME dazu am Dienstag auf einer Pressekonferenz in London. Mit der klinischen Studie wird die Sicherheit von Antikörpern getestet, die der Übertragung von HIV Einhalt gebieten können. Bisher werden Pharmazeutika überwiegend durch Bakterien oder tierische Zellen in fermentativen Prozessen gewonnen. Die Produktion in Pflanzen – die Forscher verwenden gern Tabak – ist erheblich günstiger. Julian Ma, der das EU-Projekt Pharma-Planta koordiniert, nahm den Entscheid der MHRA am Dienstag in London als »Anerkennung, daß monoklonale Antikörper, die von Pflanzen erzeugt wurden, die gleiche Qualität haben wie mit konventionellen Methoden erzeugte. Das ist etwas, von dem man lange nicht gedacht hat, daß es möglich sein könnte«. (ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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