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Kannibalische Akte

Der als »Kannibale von Rotenburg« bekannte Armin Meiwes ist unter die Publizisten gegangen. In der populärwissenschaftlichen Neuerscheinung der Diplompädagogin und Kriminologin Petra Klages, »Serienmord und Kannibalismus in Deutschland«, erörtert Meiwes nach Angaben des Grazer Leopold Stocker Verlags vom Dienstag recht ausführlich, welche Emotionen kannibalische Akte bei ihm auslösten. Der Band erforscht den Angaben zufolge straffällige Entwicklungen von Intensivtätern. Autorin Klages gibt auf ihrer Homepage an, mehr als ein Jahr lang mit Meiwes zusammengearbeitet zu haben. Der hatte im Frühjahr 2001 in seinem Haus im hessischen Rotenburg einen 43jährigen Berliner mit dessen Einwilligung entmannt, getötet, die Leiche zerlegt und später teilweise verspeist. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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