Zum Inhalt der Seite

Weiter Streit um »S21«-Streßtest

Stuttgart. Der »Stuttgart 21«-Schlichter Heiner Geißler hat von der Bahn AG schnell umfassendere Informationen über den Leistungstest des Milliardenprojekts gefordert. Die Beteiligten müßten jetzt erfahren, welche Standards zugrunde lagen, sagte Geißler den Stuttgarter Nachrichten (Donnerstagausgabe). Das könne nicht erst kurz vor der Präsentation am 14. Juli geschehen.

Die DB hat angekündigt, bereits am 15. Juli Aufträge für Tunnelbauarbeiten zu vergeben. Geißler erklärte dazu: »Wenn der Zeitrahmen nicht paßt, muß er ausgeweitet werden.« Die Prüfer des Schweizer Verkehrsplanungsbüros SMA, das mit der Bewertung des Leistungstests für »Stuttgart 21« betraut ist, äußerten in einem Zwischenbericht Zweifel daran, daß der Bahnknoten so funktioniert, wie von der Bahn behauptet. Das berichtete der Südwest­rundfunk am Donnerstag. Erst am Wochenende hatte es aus Bahn-Kreisen geheißen, daß die Überprüfung zur Leistungsfähigkeit des geplanten Tiefbahnhofs bestanden sei. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.07.2011, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!