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Bündnis in Halle sucht Zeugen

Halle. Die Bürgerinitiative »Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage« sucht Augenzeugenberichte und Bilddokumente zum 1. Mai. An dem Tag hatten Hunderte Antifaschisten versucht, einen Neonaziaufmarsch zu behindern, was zum Teil auch gelang. »Neben diesem großen Erfolg kam es bedauerlicherweise in einigen Fällen zu unverhältnismäßiger polizeilicher Gewalt gegen Protestierer«, erklärte nun das Bündnis. Die Polizei habe offensichtlich bis zuletzt an ihrer Prognose festgehalten, daß weniger als 500 Neonazis nach Halle kommen würden. »Diese Fehleinschätzung hat unter anderem dazu geführt, daß nur mit großer Mühe Ausschreitungen von Neonazis unterbunden werden konnten.« Das Bündnis bittet um Gedächtnisprotokolle sowie Bild- und Filmmaterial über Polizeigewalt, das vertraulich behandelt und weder verbreitet noch veröffenlicht werden soll.

(jW)


»Halle gegen Rechts«, c/o Friedenskreis Halle e.V., Große Klausstr. 11, D-06108 Halle/Saale, vernetzung@halle-gegen-rechts.de

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2011, Seite 15, Antifaschismus

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