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Europarat: Kritik am Mediengesetz

Strasbourg. Auch nach der von Ungarn angekündigten Reform seines Mediengesetzes besteht der Europarat auf einer »kompletten« Überprüfung der Vorschriften. Der Menschenrechtsbeauftragte der Länderorganisation, Thomas Hammarberg, beanstandete am Freitag vor allem die »politisch unausgewogene Zusammensetzung« des Medienrats. Die Ernennung der Mitglieder dieses Gremiums müsse überprüft werden. Derzeit wird das Aufsichtsgremium von Vertretern der konservativen Regierungspartei Fidesz kontrolliert. Hammarberg forderte die ungarische Regierung außerdem auf, die Sanktionen für Verstöße gegen das Mediengesetz und die Bestimmungen für die Ernennung der Intendanten öffentlicher Rundfunkanstalten zu überprüfen. Ferner müßten ein ausreichender Quellenschutz garantiert und Einspruchsmöglichkeiten gegen Entscheidungen des Medienrats geschaffen werden. Die derzeitigen Vorschriften führten zu einer »bedauernswerten Einschränkung« der Pressefreiheit in Ungarn, warnte Hammarberg.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.02.2011, Seite 7, Ausland

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