-
26.02.2011
- → Ausland
Europarat: Kritik am Mediengesetz
Strasbourg. Auch nach der von Ungarn angekündigten Reform
seines Mediengesetzes besteht der Europarat auf einer
»kompletten« Überprüfung der Vorschriften.
Der Menschenrechtsbeauftragte der Länderorganisation, Thomas
Hammarberg, beanstandete am Freitag vor allem die »politisch
unausgewogene Zusammensetzung« des Medienrats. Die Ernennung
der Mitglieder dieses Gremiums müsse überprüft
werden. Derzeit wird das Aufsichtsgremium von Vertretern der
konservativen Regierungspartei Fidesz kontrolliert. Hammarberg
forderte die ungarische Regierung außerdem auf, die
Sanktionen für Verstöße gegen das Mediengesetz und
die Bestimmungen für die Ernennung der Intendanten
öffentlicher Rundfunkanstalten zu überprüfen. Ferner
müßten ein ausreichender Quellenschutz garantiert und
Einspruchsmöglichkeiten gegen Entscheidungen des Medienrats
geschaffen werden. Die derzeitigen Vorschriften führten zu
einer »bedauernswerten Einschränkung« der
Pressefreiheit in Ungarn, warnte Hammarberg.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
