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Droste: Lesereise ja, Lourdes nein!

JW-Leser wissen, andere ahnen. »Moin Wiglaf«, schrieb Thomas Gsella, Gastgeber Wiglaf Drostes am heutigen Donnerstag in Aschaffenburg, vor zwei Tagen via Elektropost. »Axel Teuscher vom Hofgarten sagte, du hast ein Bein gebrochen. Ja scheiße. Wie kam das denn? Kannst du sitzen? Laufen? Brauchst du Träger am Bahnhof? Sänften?« Was für ein interessanter, tückischer Plural: Sänften. Für einen Gast, der Pavarotti weder heißt noch ihm ähnelt. Doch auch Besänftigung schwingt mit im Wort Sänften: großer Bahnhof – am liebsten am Bahnhof Senftenberg! Wäre aber nicht ein »Autor-Scooter« ein geeigneteres Transport- und Transitmittel? Zumal »Autor-Scooter« der zwangsgruselige Titel einer TV-Literatursendung war, die von 1977 bis 1986 in der Bundesrepublik lief; einmal war auch Jörg Fauser dort zu Gast, ausgequetscht von der Qualle Hellmuth Karasek, das war nicht schön / mitanzuseh’n. Beinbruch statt bißchen Meniskus? So ist das mit der stillen Post. Doch krückenlos & unbesänftet betritt Wiglaf Droste die Bühne: heute Aschaffenburg, Hofgarten, zu Gast bei »Gsella läßt lesen«, 20 Uhr; 25.2. Darmstadt, Galerie Earlstreet, (Eröffnung der Fotoausstellung »Unwort des Jahres«), 19 Uhr; 26.2. Weingarten, Linse, 20 Uhr; 27.2. Langenau, Kulturzentrum Pfleghof, 19 Uhr; 28.2. Nürnberg, Hirsch, 20 Uhr. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.02.2011, Seite 12, Feuilleton

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