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Karl und May und Sachsen

Der Nachlaß von Karl May ist weiterhin vollständig im Besitz des Bamberger Verlegers Lothar Schmid. Es seien zwar einige hundert Bilder aus dem Verlagseigentum zur Finanzierung eines Schreibwettbewerbs versteigert worden, sagte Lothar Schmids Sohn Bernhard am Dienstag in Bamberg. Die nun verkauften Bilder stammten allerdings nicht aus dem Nachlaß. Die Familie Schmid reagierte damit auf einen Bericht der Sächsischen Zeitung, wonach der Nachlaß derzeit aufgelöst und einzeln verkauft werde. Nach den Angaben wurden in Berlin vor kurzem 500 Illustrationen auf einer Auktion versteigert. Lothar Schmid selbst sagte, es gebe nach wie vor Gespräche mit der sächsischen Landesregierung über den Verkauf des kompletten Karl-May-Archivs an den Freistaat. Anfang des Jahres habe es dazu ein Treffen mit einem Vertreter der Landesregierung gegeben. Dort sei ihm mitgeteilt worden, daß in Sachsen derzeit kein Geld für den Kauf zur Verfügung stünde. Strittig ist der Wert der Sammlung. Der Freistaat hält 3,5 Millionen Euro für angemessen. Schmid bezweifelt dies. »Die Schätzung von der Landesregierung stimmt hinten und vorne nicht«, sagte er. Ein von ihm beauftragter Gutachter habe den Wert auf 15 Millionen Euro beziffert.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.02.2011, Seite 13, Feuilleton

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