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Arbeitsmarkt und Antibiotika

Im Jahr 2009 sind in Deutschland 25 Prozent mehr Antibiotika verschrieben worden als fünf Jahre zuvor, wird Thomas Widmann, Arzneimittelexperte der Techniker Krankenkasse (TK) aus Hamburg, im Apothekenmagazin Baby und Familie (Februarausgabe) zitiert. »Wir repräsentieren 3,4 Millionen Versicherte, man kann also durchaus von repräsentativen Zahlen sprechen.« Warum Ärzte die Keimkiller häufiger verschreiben, darüber könne er nur spekulieren. Möglicherweise sei es der Druck, in Zeiten unsicherer Arbeitsplätze schneller gesund werden zu müssen. Die medizinisch nicht notwendige Gabe von Antibiotika, zum Beispiel bei Virusinfekten von Nase und Rachen, gefährdet langfristig die Wirksamkeit dieser Medikamentengruppe, weil sie Krankheitskeime schneller resistent werden läßt.

(ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.02.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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