Pottwale sprechen Dialekt
Bristol. Schon lange bekannt ist, dass Pottwale miteinander über Klicklaute kommunizieren, die »Codas« genannt werden. Dank verschiedener Rhythmen und Tempi können diese Laute sehr komplexe sprachähnliche Strukturen annehmen. Nun hat ein Forscherteam um Taylor Hersh von der Universität Bristol herausgefunden, dass die im Mittelmeer lebenden Pottwale sogar unterschiedliche Dialekte entwickelt haben, wie das Wissenschaftsportal wissenschaft.de am 26. Juni unter Berufung auf eine im Juni in Proceedings of the Royal Society erschienene Studie berichtete. Dafür wurden über 5.000 Aufnahmen von Klickabfolgen ausgewertet, die teils aus der Gegend um die Balearen, teils aus dem sogenannten Hellenischen Graben, einer Tiefseerinne bei Griechenland, stammen. Die balearischen Pottwale nutzen in der Regel drei aufeinanderfolgende Klicks, machen dann eine kurze Pause und lassen noch einen Klick folgen. Die griechischen Pottwale beherrschen dieses Muster auch, variieren es aber oft noch, »sprechen« schneller oder ergänzen es mit weiteren Klicks. Die Forscher gehen daher davon aus, dass es sich um eine Abwandlung eines ursprünglich einheitlichen Klickmusters handelt, die durch eine räumliche Isolation der griechischen Wale entstand. (jW)
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