Mit Affen lachen
Warwick. Lachen ist nichts spezifisch Menschliches, auch unsere nächsten evolutionären Verwandten wie Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans können es. Die Primatologinnen Chiara De Gregorio, Marina Davila-Ross und Adriano R. Lameira haben für eine am 25. Juni in Communications Biology veröffentlichte Studie das Lachen dieser Menschenaffen untersucht. Dazu wurden insgesamt 140 Lachsequenzen aufgenommen, indem man die Tiere kitzelte oder mit ihnen spielte. Dabei zeigte sich, dass ihr Lachen einem regelmäßigen rhythmischen Muster mit gleichmäßigen Abständen zwischen aufeinanderfolgenden Lauten folgt. Dieses Muster ist auch bei Menschen zu beobachten. Es gibt jedoch Unterschiede: »Das menschliche Lachen ist schneller, variabler und reagiert stärker auf den sozialen Kontext als das Lachen anderer Menschenaffen. Schimpansen und Bonobos sind zwar unsere nächsten Verwandten, und ihr Lachen ähnelt im allgemeinen eher unserem als das von Gorillas oder Orang-Utans. Dennoch zeichnet sich das menschliche Lachen durch einen besonders hohen Grad an rhythmischer Komplexität und Flexibilität aus«, so De Gregorio. Durch die Forschung erhofft man sich auch Aufschlüsse über die Ursprünge der menschlichen Sprache. (Reuters/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
