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16.02.2011
- → Inland
Grundig-Stiftung mit neuem Träger
Greifswald. Die Universität Greifswald hat die von ihr
verwaltete Hans- und Lea-Grundig-Stiftung der linksparteinahen
Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) übergegeben. Dies berichtete die
Frankfurter Allgemeine Zeitung am Dienstag. Die RLS übernimmt
damit auch das Stiftungsvermögen. Sie will den Grundig-Preis,
der in der DDR durch die Stiftung verliehen wurde, laut Bericht
»in einer zeitgemäßen Form und im Sinne der
Stifterin weiter vergeben«. In der Vereinbarung ist demnach
auch festgelegt, daß die Uni der RLS Teile der von Lea
Grundig an die Hochschule übergebenen Sammlung befristet
ausleihen wird.
Hans (1901–1958) und Lea Grundig (1906–1977) gehörten zu den wichtigsten Künstlern der DDR. Beide wurden als Kommunisten, Lea Grundig auch als Jüdin, von den Nazis verfolgt. Lea Grundig hatte Stiftung und Preis 1972 ins Leben gerufen.
Seit 1996 war die Vergabe des Preises von der Universität ausgesetzt worden, da man wegen »neuer inhaltlicher Schwerpunkte« dem »ursprünglich geäußerten Stifterwillen« nicht mehr habe entsprechen können. Der Übergabe an die RLS war ein langjähriger Streit und eine scharfe Distanzierung des für die Verwaltung des Stiftungsvermögens zuständigen Uni-Instituts von Lea Grundig vorausgegangen (siehe dazu jW vom 20.2.2010). Auch die Hochschule für Bildende Künste in Dresden, an der Hans Grundig Rektor war, hatte eine Übernahme abgelehnt.
(jW)
Hans (1901–1958) und Lea Grundig (1906–1977) gehörten zu den wichtigsten Künstlern der DDR. Beide wurden als Kommunisten, Lea Grundig auch als Jüdin, von den Nazis verfolgt. Lea Grundig hatte Stiftung und Preis 1972 ins Leben gerufen.
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Seit 1996 war die Vergabe des Preises von der Universität ausgesetzt worden, da man wegen »neuer inhaltlicher Schwerpunkte« dem »ursprünglich geäußerten Stifterwillen« nicht mehr habe entsprechen können. Der Übergabe an die RLS war ein langjähriger Streit und eine scharfe Distanzierung des für die Verwaltung des Stiftungsvermögens zuständigen Uni-Instituts von Lea Grundig vorausgegangen (siehe dazu jW vom 20.2.2010). Auch die Hochschule für Bildende Künste in Dresden, an der Hans Grundig Rektor war, hatte eine Übernahme abgelehnt.
(jW)
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