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Mehrjährige Haft nach Brandanschlag

Limburg. Vier Neonazis aus Hessen müssen wegen eines Brandanschlags auf das Haus eines Kirchenmitarbeiters in Wetzlar mehrere Jahre ins Gefängnis. »Die Angeklagten haben den Tod der Bewohner zumindest billigend in Kauf genommen«, sagte Richterin Karin Walter am Mittwoch im Limburger Landgericht. Sie befand die jungen Männer des versuchten vierfachen Mordes und der schweren Brandstiftung für schuldig. Der zur Tatzeit 17 Jahre alte Haupttäter wurde zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren und neun Monaten verurteilt. Seine Komplizen erhielten Haftstrafen zwischen drei Jahren und neun Monaten und fünf Jahren.

Die Anhänger der rechtsextremen Gruppierung Anti-Antifa Wetzlar hatten in der Nacht zum 5. März 2010 einen Molotowcocktail auf das Haus des Pastoralreferenten geschleudert. In dem Gebäude schliefen die Ehefrau des Mannes und ihre drei Kinder. Die Holztür fing Feuer und setzte einen Vorhang im Haus in Brand. Die Flammen konnten schnell gelöscht werden, es wurde niemand verletzt. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2011, Seite 5, Inland

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