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Ausländerämter spitzeln für das BKA

München. Die deutschen Ausländerbehörden sollen im Kampf gegen den »internationalen Terrorismus« eng mit dem Bundeskriminalamt (BKA) kooperieren. Wie der Focus in seiner jüngsten Ausgabe unter Berufung auf ein vertrauliches Papier des BKA berichtet, sind die Behörden aufgefordert, Ausländer aus islamischen Staaten auf ihre »Nähe zum Terrorismus« zu prüfen und bei Verdacht der Polizei zu melden. In dem Merkblatt warnte das BKA vor »potentiellen islamistischen Gewalttätern«, die bei deutschen Behörden vorstellig würden, »um Dokumente zur Legalisierung ihres Aufenthalts oder (finanzielle) Leistungen zu erlangen«. Zu den Kriterien des Verdachtskatalogs gehören dem Bericht zufolge auch »auffällige Äußerungen sowie ein auffälliges Erscheinungsbild«.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.01.2011, Seite 4, Inland

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