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Länder kritisieren Reiches »Energiewende-Reformpläne«

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Norderney. Die Bundesländer dringen auf einen konsequenteren Ausbau der erneuerbaren Energien - und gehen damit auf Konfrontationskurs zu den Reformplänen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), berichtete dpa am Freitag. Bei der Energieministerkonferenz auf Norderney hätten sich die Länder einstimmig mit einem klaren Bekenntnis für die Energiewende und den Erneuerbarenausbau ausgesprochen, sagte Niedersachsens Energieminister und Gastgeber der Konferenz, Christian Meyer (Grüne), zum Abschluss der Tagung. »Wir wollen den Kurs halten und das ist parteiübergreifend der große Konsens.«

Kritisch sehen die Energieminister der Länder unter anderem das von der Bundeswirtschaftsministerin geplante Netzpaket, das den Zubau von Wind- und Solaranlagen besser mit dem Netzausbau abstimmen soll, um so Kosten zu senken. Betreiber neuer Ökostromanlagen in überlasteten Netzgebieten sollen laut dem Gesetzentwurf künftig keine Entschädigung mehr erhalten, wenn sie ihre Solar- oder Windkraftanlagen wegen drohender Netzüberlastungen abschalten müssen. Bislang stehen den Betreibern in solchen Fällen Entschädigungen zu.

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Die Bundesländer fürchten, dass dieser Plan den Ausbau der Erneuerbaren ausbremsen wird. »Einstimmig haben wir gesagt, dieser Vorschlag ist für uns nicht zielführend«, sagte Meyer. »Wir wollen eine erfolgreiche Energiewende. Und wenn dort viel überschüssige Energie ist, dann muss man dafür sorgen, den Netzausbau zu beschleunigen.« (dpa/jW)

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Erschienen am 23.05.2026, Inland

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