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08.01.2011
- → Feuilleton
Letzter Monolog
Mit der Uraufführung eines Monologs von Oliver Bukowski
verabschiedet sich Jörg Gudzuhn am Sonntag aus dem Ensemble
des Deutschen Theaters in Berlin. »Der Heiler«
heißt das Stück. Der 65jährige spielt einen
Psychotherapeuten. «Dieser letzte Monolog wirft noch mal ein
paar schwerwiegende gesellschaftliche Fragen auf«,
erklärte Gudzuhn der Stadtillustrierten Zitty. Es stimme ihn
nicht wehmütig, das Ensemble zu verlassen, dem er seit 1987
angehörte. Da unterschied es sich sehr von dem heutigen.
Seinen Beruf würde Gudzuhn heute niemandem empfehlen.
«Gerade Frauen würde ich sehr abraten, sie sind heute
ungeschützter der Regie ausgeliefert.» Der
Stimmgewaltige wird dem DT als Rentner verbunden bleiben und wohl
auch weiter auftreten. Geboren am 23. März 1945 im
nördlichen Brandenburg, lernte er Maler, studierte von 1966
bis 1970 an der Ernst-Busch-Schauspielschule, spielte an Theatern
in Karl-Marx-Stadt und Potsdam sowie im TV der DDR
(»Polizeiruf 110«) und der BRD (»Der letzte
Zeuge«). (ddp/jW)
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