Zum Inhalt der Seite

Rettet die Glühlampen

Der Direktor der Kunsthalle Bremen, Wulf Herzogenrath, sieht durch das europaweite Glühlampenverbot auch das kulturelle Erbe in Gefahr. »Es gibt in jedem Museum Kunstwerke mit schönen Glühbirnen, die kann man nicht einfach ersetzen «, sagte der Kunsthistoriker der Nachrichtenagentur dapd. Die Form der Beleuchtung sei Teil der authentischen Wirkung eines Kunstwerkes. In der Bremer Kunsthalle kommen zwei bedeutende Arbeiten nicht ohne Glühlampen aus: der »Lichtraum « von Otto Piene und der »Videosynthesizer« von Nam Jun Paik. Viele Künstler der 60er Jahre hätten in ihren Werken, in denen es oft um Alltagsmaterialien ging, Glühlampen verwendet. Dennoch wird der drohende »Kulturverlust« die Kunsthalle laut Herzogenrath nicht treffen: »Wir haben einen Vorrat, der für uns und das Leben meiner Kinder reicht.« (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.12.2010, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!