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Museumsgruß

Gewohnt dezent kämpft die Linkspartei für soziale Gerechtigkeit. Ihre kulturpolitische Sprecherin Lukrezia Jochimsen spricht sich für einen freiwilligen Eintritt in Museen aus. Es sollte »einen Appell an all diejenigen geben, die einen Museumsbesuch ohne Schwierigkeiten bezahlen können, dies freiwillig zu tun«, sagte Jochimsen in einem dapd-Gespräch. Radikaler tritt Hans Ottomeyer, scheidender Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums in Berlin, auf. Gegenüber der selben Agentur forderte Ottomeyer freien Eintritt für alle Museen, um allen Bevölkerungsgruppen Zugang zu Kunst und Kultur zu verschaffen. »Viele Leute haben einfach nicht so viel Geld und überlegen sich zweimal, ob sie nach einem Museumsbesuch auch noch ein zweites oder drittes Museum ansehen – wegen des hohen Eintritts. Wenn man keinen Eintritt zahlen müßte, dann könnte auch die Zahl der Museumsbesuche noch einmal um 100 bis 150 Prozent gesteigert werden. Und die Leute hätten dann auch noch Geld übrig, im Museumsshop etwas einzukaufen.« (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.12.2010, Seite 13, Feuilleton

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