Zum Inhalt der Seite

Sowjetischer Friedhof geschändet

Cottbus. Der sowjetische Soldatenfriedhof in Cottbus ist am Vortag des Volkstrauertags geschändet worden. In der Anlage wurden in der Nacht zu Samstag 26 Grabsteine umgestoßen. Auf eine Stele wurde laut Polizei das Wort »Jude« gesprüht. Wenige Stunden nach der Tat wurde ein 23jähriger Tatverdächtiger ermittelt. Es handelt sich laut Polizei um einen rechtsorientierten, geistig behinderten Mann aus Cottbus. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und Vertreter der Stadt verurteilten den Anschlag.

Der Verdächtige machte laut Polizei von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Er wurde nach der Befragung wieder entlassen. Der Ehrenfriedhof war schon einmal im Oktober 2009 verwüstet worden. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.11.2010, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!