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Afghanistan: Wahlbehörde korrupt?

Kabul. Die afghanische Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit der Parlamentswahl von September Ermittlungen gegen die Wahlbehörden aufgenommen. Sie hätten nicht ausreichend begründet, warum sie fast ein Viertel aller abgegebenen Stimmen verworfen hätten, erklärte Staatsanwalt Rahmatullah Nasari am Donnerstag. Bei seinem Büro seien deswegen mehr als zehn Beschwerden eingegangen, unterzeichnet unter anderem von Dutzenden gescheiterten Kandidaten. Die Wahlbehörden haben 1,3 Millionen der 5,6 Millionen abgegebenen Stimmen wegen Betrugs für ungültig erklärt. Nasari erklärte, sein Büro sei verantwortlich für Ermittlungen zum Thema Korruption. Mehrere Mitarbeiter der Unabhängigen Wahlkommission seien möglicherweise in Bestechungsfälle verwickelt, falls sie Kandidaten disqualifiziert und sich damit persönlich bereichert hätten. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.11.2010, Seite 7, Ausland

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