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Ein Haus, das wackelt

Der israelische Schriftsteller David Grossman erhielt am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In seiner Rede verglich er Israel mit einem »Haus, dessen Wände sich ständig bewegen und dessen Boden wackelt. Dort fühlt man sich nicht zu Hause.« Auch die Palästinenser hungerten nach vielen Jahren der Unterdrückung durch Türken, Araber, Engländer und Israelis nach einem Leben in Souveränität und Freiheit, meinte der 56jährige Romancier und Essayist und äußerte verhaltenen Optimismus: »Nur Frieden wird es uns, den Israelis, ermöglichen, etwas zu erleben, was wir überhaupt nicht kennen: das Gefühl einer stabilen Existenz.« (apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.10.2010, Seite 12, Feuilleton

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