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Sellering gegen Kampfeinsätze

Hamburg. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) fordert eine Grundsatzdebatte in seiner Partei über die Aufgaben der Bundeswehr. »Ich möchte, daß Landesverteidigung die Hauptaufgabe unserer Streitkräfte bleibt«, sagte er dem Hamburger Abendblatt (Wochenendausgabe). Der Politiker verlangte zudem eine grundsätzliche Entscheidung darüber, ob Deutschland sich an Konflikten wie demjenigen in Afghanistan beteiligen solle. »Für mich ist klar: Die Bundeswehr darf nicht Krieg führen.« Sellering forderte statt dessen, die deutschen Streitkräfte dürften im Ausland allenfalls zur Friedenssicherung eingesetzt werden – »und zwar nach den Kriterien eines internationalen Polizeieinsatzes«. Sellering äußerte sich skeptisch zu den Reformplänen der Bundesregierung. Die Bundeswehr habe sich als Wehrpflichtarmee bewährt. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.10.2010, Seite 5, Inland

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