Zum Inhalt der Seite

Schlink ­befremdet

Bestsellerautor Bernhard Schlink (»Der Vorleser«) hält die Rede von der DDR als Unrechtsstaat für abwegig. Das werde von ehemaligen DDR-Bürgern als Kränkung und pauschale Abwertung der damaligen Lebenswelt empfunden, sagte Schlink dem konservativen Zeitgeistmagazin Cicero. Zugleich bezeichnete Schlink den ökonomischen und politischen Prozeß der Wiedervereinigung vor 20 Jahren als »zutiefst befremdlich«. (dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 30.09.2010, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                       Kinderbeilage