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20.08.2010
- → Feuilleton
Neumünster ruft Rocko Schamoni
Hamburger Kulturschaffende fürchten angesichts des
bevorstehenden Rückzugs von Kultursenatorin Karin von Welck
(parteilos) um ihre Interessenvertretung und fordern auch für
die Zukunft eine eigenständige Kulturbehörde. In
Springers Hamburger Abendblatt (Donnerstagausgabe) sprachen sich
unter dem Titel »Ein Senator für Kultur!« 27
Künstler und Kulturschaffende auf einer ganzen Zeitungsseite
gegen eine Zusammenlegung der Ressorts Wissenschaft und Kultur aus.
Zu ihnen gehören unter anderen der Musiker und Autor Rocko
Schamoni, der Fotograf F.C. Gundlach, Produzentin Katharina
Trebitsch, die Regisseure Jürgen Flimm und Hark Bohm sowie der
Lichtkünstler Michael Batz. Zuletzt war nach Angaben des
Blattes die bisherige Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach
(CDU) als Kultursenatorin gehandelt worden. Unklar blieb dabei
jedoch nicht nur die Personalie an sich, sondern auch, ob sie
dafür aus der Wissenschaftsbehörde in die Kultur wechseln
oder ob sie künftig beide Ressorts leiten soll. Rocko Schamoni
droht für diesen Fall mit seinem Wegzug aus der Hansestadt:
»Wenn das passiert, ziehe ich nach Neumünster. Ich finde
das so außerirdisch, was da abgeht.« (ddp/jW)
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