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Ein Preis für Micha Ullman

Der Künstler Micha Ullman erhält in diesem Jahr den Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen. Dies entschied das siebenköpfige Preisgericht, wie die Senatskulturverwaltung am Freitag in Berlin mitteilte. Der mit 10000 Euro dotierte Preis wird am 6. September durch den Berliner Staatssekretär für Kultur, André Schmitz (SPD), im Wappensaal des Roten Rathauses verliehen. Der in Tel Aviv geborene Ullman hat unter anderem das Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung auf dem Berliner Bebelplatz (Foto) geschaffen. Die Nazis hatten dort am 10. Mai 1933 Werke linker und demokratischer Schriftsteller vernichtet, darunter zahlreiche jüdische Autoren. Die Jury würdigt Ullman für sein philosophisch-künstlerisches Lebenswerk. Der Künstler habe durch seine Entwicklung nicht-monumentaler und nicht-frontaler Denkmäler für die Erinnerungskultur «neue dialogische Möglichkeiten» im öffentlichen Raum erschlossen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.08.2010, Seite 13, Feuilleton

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